Einen Werksverkauf im eigentlichen Sinn unterhält Montblanc nicht; ein allgemein zugänglicher Fabrikverkauf am Hamburger Standort existiert nicht. Zeitweise gab es in einzelnen Boutiquen zum Jahresende Sonderverkäufe, zu denen Kunden persönlich eingeladen wurden.

Verhandeln lässt sich in den Boutiquen dagegen durchaus, vor allem bei Artikeln, die schon lange im Laden liegen. Ältere Editionen, die Jahre nach ihrem Erscheinen noch in der Vitrine stehen, werden erfahrungsgemäß eher mit Nachlass abgegeben; so waren etwa 2005 noch Stücke der 1999 erschienenen 1924er Edition mit deutlichem Rabatt zu bekommen. Bei aktuellen Neuheiten und gefragten Limited Editions ist der Spielraum dagegen gering.

Daneben existiert ein interner Vertriebsweg, der auf Begleitpapieren als „Spezialbetrieb für Sonderbestände“ auftaucht. Worum es sich dabei genau handelt, ist nicht abschließend geklärt; naheliegend ist, dass darauf Überhänge, aus der Kollektion genommene Artikel und das Geschäft mit Firmenkunden abgewickelt werden. Für Privatkunden ist dieser Kanal nicht zugänglich, und mit einem Sonderverkauf an Endkunden hat er nichts zu tun.