Liebes Forum, ich habe ein neues MoMA-Modell von OMAS in der Hand, befüllt mit Tinte des Herstellers und möchte über die ersten Erfahrungen berichten. Ich habe mich für dieses Modell entschieden, weil ich das schlichte Design sehr mag. Außerdem habe ich im Bauch entschieden, dass mir Naturharz lieber ist, als Kunststoff.
Die Feder, 18k, einfarbig rhodiniert, Stärke M. Der Strich entspricht dem üblichen bei einer solchen Federstärke und ist damit etwas dünner als ich erwartet hatte, denn häufig ist zu lesen, dass der Strich bei OMAS-Federn etwas stärker ausfalle als bei anderen Herstellern. Die Tinte fließt satt, ohne Aussetzer - so satt sogar, dass zunächst an den Punkten, an denen sich Striche kreuzen, ein kleiner Fleck stehen blieb und ich gelegentlich ein ausgemaltes kleines 'a' auf dem Papier stehen hatte. Nach den ersten beschriebenen Seiten ist das Problem verschwunden, keine Pfützen mehr zu sehen.
Allerdings, und das hat sich auch nach einigen Seiten noch nicht gegeben, die Feder kratzt ein wenig. Ich merke, dass ich deswegen mit etwas weniger Schwung schreibe, als mit anderen Federn. Auf einer Papiersorte fasert der Strich regelrecht aus und es sind kleine Härchen zu sehen - das ist mir bei Moleskine-Papier aufgefallen, was schade ist, ich führe mein Tagebuch in den Büchern.
Der Korpus liegt perfekt in meiner nicht besonders großen Hand. Vielleicht ist das ein Placebo-Effekt, aber ich glaube, dass ich den Unterschied zwischen dem Naturharz und Kunststoff spüre: Das haptische Erlebnis ist phantastisch. So hat sich auch die Frage erledigt, ob die Kappe hinten aufgesteckt wird oder nicht. Ich halte die Kappe in der Hand gerne in der Hand, die nicht schreibt - wie einen Handschmeichler.
An die Profis hier im Forum möchte ich die Frage richten: Das leichte Kratzen der Feder, ist das ungewöhnlich für Momas Federn und sollte ich es akzeptieren oder kann ich es beheben lassen?
Ich schreibe sonst mit einem Faber Castell Ambition mit M-Feder, die weit günstiger war, aber ohne das leiseste Kratzen über das Papier gleitet.
Viele Grüße,
Ben