Bei „Ein himmlisches Märchen“ handelt es sich um ein Werbeheftchen der Tintenkuli Handels GmbH Altona (Elbe), erschienen Anfang bis Mitte der 1930er Jahre. Das Heft hat ein Format von etwa 9 mal 12 Zentimetern, umfasst 16 Seiten inklusive Umschlag und enthält zusätzlich vier Seiten Einleger mit Dankschreiben. Die humorvolle Rahmenhandlung schildert, wie der Kanzleisekretär Albert Lingenbring im Traum vor dem heiligen Petrus steht, dessen Füllfederhalter beim Ausfüllen des Aufnahmeantrags kleckst, woraufhin Lingenbring stolz seinen Tintenkuli vorzeigt und dessen Vorzüge erläutert. Dabei werden zentrale Produktmerkmale beworben: die Schreibspitze besteht aus Iridium und Platin, gefüllt wird durch Eintauchen in die Tinte und Drücken eines Füllknopfes, der Halter ist dann für Wochen gefüllt. Der Preis betrug 6,50 Mark, zahlbar auch in zwei Monatsraten, mit einer Woche kostenloser Probezeit und drei Jahren unbeschränkter Garantie. Vertrieben wurde der Tintenkuli ausschließlich direkt durch die Firma in Altona, um Zwischenhandel und Nachahmungen auszuschließen. Auf der beigefügten Bestellkarte betrug das Porto 3 Pfennig, sofern nur die Stückzahl eingetragen wurde; bei zusätzlichen handschriftlichen Zusätzen erhöhte sich das Porto auf 6 Pfennig.