Flecken und Kratzer auf Stahloberflächen sind kein Hinweis auf einen Legierungs- oder Fertigungsfehler. Die matten Flecken, die scheinbar aus dem Nichts entstehen, sind in aller Regel Rückstände von Handschweiß; sie lassen sich mit einem weichen, trockenen Tuch abnehmen. Bleiben sie trotz sorgfältigen Nachpolierens sichtbar, führt der Weg über den Händler, bei dem das Schreibgerät gekauft wurde.
Feine Kratzer dagegen sind bei polierten Stahlteilen unvermeidlich und treten auch bei ausgesprochen schonender Behandlung auf. Vergleichbares kennt man von Armbanduhren mit Stahlband, deren Faltschließe trotz sorgsamen Umgangs schon nach kurzer Zeit ein dichtes Netz feiner Kratzer zeigt. Bereits das Ablegen auf der Schreibunterlage, das Einstecken in die Sakkotasche oder der Kontakt mit anderen Gegenständen in einer Schutzhülle genügt.
Auffällig ist dabei, dass vor allem die frei liegenden, glatt polierten Flächen betroffen sind, während die Bereiche um Clip und Mittelring geschützter liegen und länger makellos bleiben. Das gilt gleichermaßen für andere Modelle mit Stahlkorpus, etwa die Solitaire-Ausführungen in Stainless Steel oder Hematite. Eine Nachbehandlung durch die Werkstatt ist möglich, lohnt sich aber meist erst, wenn ein Stück verkauft werden soll.