Ursache sind Informationsasymmetrien. Nur der Verkäufer weiß, in welchem Zustand sich ein Schreibgerät wirklich befindet; der Bieter kann es weder anfassen noch ausprobieren und muss den Wert anhand von Indikatoren schätzen: Fotos, Beschreibung, Bewertungen des Verkäufers und weitere Anhaltspunkte. Je besser diese Indikatoren die Unsicherheit verringern, desto höher fällt die Zahlungsbereitschaft aus. Fehlen sie, kalkulieren die Bieter einen Risikoabschlag ein, und das Stück geht unter Wert weg.

Das erklärt, warum Auktionen trotz ihrer Effizienz keine einheitlichen Preise hervorbringen. Die auf den großen Plattformen eingesetzte Versteigerungsform entspricht einer Variante der Vickrey-Auktion: Der Bieter nennt dem Bietagenten sein Höchstgebot, also seine wahre Zahlungsbereitschaft, und der Agent erhöht automatisch nur so weit, wie es zum Überbieten nötig ist. Wer den Mechanismus kennt, bietet deshalb einmal den Betrag, den ihm das Stück wirklich wert ist.