Ein Treuhandservice verringert das Risiko beider Seiten: Der Höchstbietende überweist den Kaufpreis an den Treuhänder, der Verkäufer versendet erst nach der Gutschrift, und der Käufer gibt das Geld nach Prüfung der Ware frei. Die Gebühren trägt üblicherweise der Käufer; in Deutschland arbeitete Ebay 2004 dafür mit iloxx Safetrade zusammen. Sinnvoll ist das vor allem zwischen Privatpersonen, da bei gewerblichen Anbietern ohnehin ein vierzehntägiges Rückgaberecht besteht. Achtung: Betrüger betreiben eigene Internetseiten mit fingierten Treuhanddiensten. Die Masche funktioniert in beide Richtungen – entweder überweist der Käufer an ein Scheinunternehmen, oder der Verkäufer erhält wenige Minuten nach seiner Zustimmung eine gefälschte Eingangsbestätigung, verschickt die Ware und sieht nie Geld.

Nachnahme verursacht höhere Kosten, bietet aber keine echte Sicherheit: Garantiert ist nur, dass ein Paket ankommt, nicht was darin liegt. Für den Verkäufer ist sie ebenfalls ungünstig, weil er bei verweigerter Annahme auf den hohen Versandkosten sitzen bleibt. Bei Auslandsgeschäften beliebte Bargeldtransferdienste sind einfach und günstig, ermöglichen dem Empfänger aber anonyme Zahlungen und werden deshalb gern von Betrügern verlangt.

Als Verkäufer verschickt man die Ware erst nach der Gutschrift auf dem eigenen Konto. Gefaxte Überweisungsbelege oder Screenshots einer angeblichen Online-Überweisung sind häufig gefälscht, und Ausreden wie ein bevorstehender Geburtstag dienen nur dazu, den Versand vorzuziehen.