Auf deutschen Auktionsplattformen bieten auch ausländische Verkäufer an, was viele Käufer übersehen. Stutzig machen sollte, wenn Orts- und Länderangabe nicht zusammenpassen. Stellt sich erst nach dem Kauf heraus, dass der Verkäufer nicht in München, sondern in Übersee sitzt, drohen neben dem höheren Abwicklungsrisiko hohe Versand- und Zollkosten: Allein die Zollkosten schlugen 2004 mit rund 30 Prozent des Warenwerts zu Buche, womit sich ein vermeintliches Schnäppchen meist nicht mehr rechnet.
Ein weiteres Warnzeichen ist eine kostenlose Freemail-Adresse, denn nicht in jedem Land wird bei der Anmeldung eines solchen Dienstes die Identität des Anmelders überprüft. Der Verkäufer bleibt dadurch praktisch anonym und ist im Streitfall kaum greifbar.